Seniorenbeirat der Stadt Elsdorf
Seniorenbeirat der Stadt Elsdorf

Aktuelles

Neuwahl des Seniorenbeirates

 

Interessierte Mitmenschen können für Beirat kandidieren


Die Amtszeit des aktuellen Seniorenbeirates der Stadt Elsdorf endet in diesem Jahr, so dass Ende des Jahres eine Neuwahl der Interessensvertretung bevorsteht. Interessierte Mitmenschen, die in dem Beirat mitarbeiten möchten, können sich ab dem 16. Oktober im Rathaus Elsdorf in eine Liste eintragen. Der Seniorenbeirat besteht aus 15 Mitgliedern; er wird für die Dauer von 5 Jahren durch den Rat der Stadt Elsdorf gewählt.
Wählbar für den Seniorenbeirat ist, wer das 55. Lebensjahr vollendet hat und das passive Wahlrecht für die Stadtratswahl besitzt. Dies sind Personen, die über die deutsche oder die Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedsstaates verfügen und wenigstens 3 Monate vor dem Wahltag (letzte Sitzung des Rates der Stadt Elsdorf vor der Winterpause am 19.12.2017) in der Stadt Elsdorf ihren Hauptwohnsitz haben.
Ausgeschlossen von der Wahl sind ferner Personen, die infolge Richterspruch in der Bundesrepublik Deutschland die Wählbarkeit oder die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht mehr besitzen (vgl. § 12 Kommunalwahlgesetz NRW).
Zur Vorbereitung der Seniorenbeiratswahl kann sich jede/r interessierte und wahlberechtigte Bürgerin/Bürger in eine Vorschlagsliste eintragen, aus welcher der Rat die Beiratsmitglieder wählt. In die Vorschlagsliste sind Name, Anschrift und Geburtsdatum einzutragen. Die Angabe des (früheren) Berufes ist freiwillig.
Die Wahlvorschlagslisten liegen an folgenden Stellen aus:
Rathaus Elsdorf, Gladbacher Str. 111, 50189 Elsdorf
(während den allgemeinen Rathausöffnungszeiten)
- Bürgerbüro
- Herr Schmitz, Zimmer 14.1
Seniorenbeirat
(während den monatlichen Sitzungen)
Die Bewerbungsfrist beginnt am 16. Oktober 2017 und endet am 30. November 2017.

Rundblick Elsdorf, 27. Oktober 2017

12.06.2017

Der Seniorenbeirat der Stadt Elsdorf besuchte am 11.6.17 die ehemalige Benediktinerabtei Brauweiler. Der sachkundigen Führung von Herrn Böhme gelang es, die wechselvolle Geschichte der Abtei , die zur Zeit Napoleons mit dem sog. Reichsdeputationshauptschluß endgültig aufgelöst wurde, und in der Folge Bettlerasyl und Arbeitsanstalt wurde. Als Anstalt für psychisch Kranke, Drogen- und Alkoholabhängige wurde die Anstalt erst 1978 geschlossen. Gleich zu Anfang warnte uns Herr Böhme vor falschen Erwartungen, etwa dahingehend, daß die Teilnehmer das Leben der Mönche etwa in ihren ‚Zellen‘ nachempfínden könnten. Vom mönchischem Leben ist kaum noch etwas zu sehen. Wohl aber spiegelt sich die Geschichte der Abtei baugeschichtlich wider. Bauliche Anleihen wurden z.B. vom Kloster Knechtsteden oder der Doppelkirche in Schwarzrheindorf bei Bonn gemacht. Ansonsten ist der Bau authentischer als die vielen romanischen Kirchen Kölns, die ja bekanntlich im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört waren, aber nach alten Plänen wiederaufgebaut wurden. Die Bausubstanz der Abteikirche ist fast noch die ursprüngliche.

Das Areal um die Kirche (inklusive einer schönen Parkanlage und dem wohl ältesten Baum Deutschlands, dem Maulbeerbaum aus dem 10.Jahrhundert, dem Baudatum der ersten von 3 Kirchenbauten, deren heutige vor 1220 vollendet wurde, ist heute im Besitz des Landes NRW, nicht aber die Kirche selbst. Der Abtei wurde im 18. Jahrhundert ein dreiflügeliger Barockbau vorgebaut, was die Klöster oft taten, um den weltlichen schloßähnlichen Bauten Paroli zu bieten.

Die Regel des heiligen Benedikt besteht aus 73 bündig formulierten Kapiteln, die sowohl spirituelle Angelegenheiten als auch Fragen der Organisation, Liturgie und Disziplin behandelten. Standfestigkeit und Gehorsam sind dabei oberste Gebote. Daß die christliche Tugend der Demut den Mönchen täglich vor Augen geführt wurde, zeigte sich im Besuch des Kapitelsaals der Abtei, weil nämlich der Abstieg drei Stufen hinab in den Kapitelsaal rein baulich schon die Demut vermitteln sollte. Der Kapitelsaal mußte von allen Mönchen einmal täglich zur Instruktion und zum Gebet aufgesucht werden. Von den 73 benediktinischen Regeln sind heute vor allem drei im Bewußtsein der Öffentlichkeit: Ora et labora at lege.

Herr Böhme erläuterte auch die Terminologie des Mönchtums. Dem Abt (‚Vater‘) als Oberhaupt der christlichen Klostergemeinschaft mußte unbedingter Gehorsam geleistet werden. ‚Mönch‘ ist nicht bedeutungsgleich mit Priester. Eine Stftskirche wird von einem Kapitel von Kanonikern geleitet, ist aber nicht wie eine Kathedrale ein Bischofssitz. Dem Mönchwerden ging eine harte ‚Tortur‘ voraus: Ein Familienoberhaupt beantragte beim Abt die Mitgliedschaft seines etwa 14-jährigen Sohnes, der dann Latein (die Bibel) und Griechisch pauken mußte, bis er dann mit ca. 16 Jahren den ‚Profeß‘, den Eid auf das klösterliche Leben, ablegte und damit für immer in das (eintönige, vom Kirchenjahr gesteuerte) Leben im Kloster eingebunden war.

Übrigens, wer es noch nicht weiß: Die Abtei Brauweiler ist heute vor allem dafür bekannt, daß sie alljährlich musikalische, literarische und künstlerische Veranstaltungen auf allerhöchstem Niveau anbietet, abgesehen von speziellen Führungen in der und um die Kirche (www.abtei-brauweiler.de).

 

09.05.2017

Der Seniorenbeirat der Stadt Elsdorf plant eine Besichtigung der Abtei Brauweiler am Sonntag, den 11. Juni 2017 um 14.30 Uhr.

Themenschwerpunkt ist ein Blick ins mönchische Leben. Benedikt von Nursia in Umbrien stellte im Jahre A.D. 529 eine Klosterordnung auf, die für das ganze christliche Abendland prägend wurde. Nach dem Zusammenbruch der römischen Einrichtungen (Benedikt entstammte selbst einer altrömischen Familie) und den Wirren der Völkerwanderung wurden zahlreiche Klöster Zufluchtsstätten für die christliche Bildung und Gesittung. Unter Benedikt entstand jene Klosterordnung mit ihrer strengen Regel, die als Regel des heiligen Benedikt zur Grundlage des abendländischen Mönchtums wurde: Ora et labora et lege („Bete und arbeite und lies“). Ein Leben in Einsamkeit (Eremitendasein) und Beschaulichkeit, aber auch körperliche Arbeit, je nach den Kräften und Anlagen des jeweiligen Bruders, und absoluter Gehorsam gegenüber dem Abt. Bis heute ist das Kloster Monte Cassino das Mutterkloster des ganzen Benediktinerordens.

Gefahren wird mit eigenen Pkw. Der Eintritt ist entgegen der Erstankündigung mit 3 Euro pro Person kostenpflichtig. Zahlbar vor Ort. Abfahrt vom Parkplatz Rathaus Elsdorf um 13.30 oder Treffpunkt um 14.20 vor der Abteikirche Brauweiler.

Anmeldungen zu der Exkursion bei Herrn Neuburg Tel. 02274/900 991 oder per Email: faneuburg@seniorenbeirat-elsdorf.de

Der Seniorenbeirat weist auf folgende Veranstaltung hin:

Neue Pflegebedarfsfeststellung---und alles wird gut? Auswirkung der Pflegestärkungsgesetze auf die ambulante und stationäre Pflege---Tagesseminar

Datum: 27.7.17 Veranstaltungsort: Münster/Westf. Anmeldung bei Herrn Neuburg

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